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Whisky Tasting beim #bcruhr9

Die lieb gewonnene Tradition der Whisky-Session wurde auch beim 9. Barcamp Ruhr fortgeführt und so gab es wieder #betreutesTrinken. Drei Whiskys hatte Carmen diesmal im Gepäck.

Am Wochenende stand wieder einmal das Barcamp Ruhr im Unperfekthaus auf dem Programm. Mittlerweile zum 8. Mal trafen sich zwei Tage lang Menschen aus nah und fern, um sich auszutauschen und Wissen miteinander zu teilen. Das Motto in diesem Jahr: „Das Internet, der Spion in unserer Mitte“. Viele Sessions, tolle Menschen und spannende Eindrücke – es hat Spaß gemacht!

Das 9. Barcamp Ruhr, das in Echt das 8. ist :-)

Das 9. Barcamp Ruhr, das in Echt das 8. ist :-)

Eine uns lieb gewonnene Tradition ist die Session „Whisky Tasting – betreutes Trinken“ von und mit Carmen Hillebrand. Schnell über Twitter angeleiert, passte es gut, dass Carmen am Samstag gerade bei Britische Biere (tolle Biere und ausgesuchte Whiskys!) war und so ein paar Whiskys kosten und aussuchen konnte. Drei hat sie dann in ihre Tasche gepackt und am Sonntag mitgebracht.

Carmen quasi bei der Arbeit, sie hat eine Leidenschaft für Single Malts und auch für Craft Beer

Whisky Love: Carmen ganz beim Nosing – sie hat eine Leidenschaft für Single Malts und Craft Beer

Beruflich leitet Carmen den Bereich Social Media bei der Metro Cash & Carry. Sie hat also auch über das Private hinaus mit Grundnahrungsmitteln zu tun und bloggt privat unter Tanz auf der Tomate. Kurz ein Hinweis zu den Nosing Gläsern, die wir mitgebracht haben, weil wir danach gefragt wurden: Es waren die Glencairn von Stölzle. Klassiker! Empfehlen können wir auch die angesprochenen langstieligen Snifter von Spiegelau. Egal welche ihr nehmt, die Hauptsache ist, dass ihr kein Eis herein tut! ;-) Jetzt aber zu den Hauptdarstellern:

Der Erste im Glas: Nova – The Italian Malt Whisky, Puni

Inmitten der „Highlands Italiens“ ganz in der Nähe des Ortlermassivs wurde 2010 die erste italienische Whiskydestillerie von der Familie Ebensperger gegründet. Namensgeber der Destillerie Puni ist der Fluss Puni, der durch den oberen Vinschgau fliesst. Wir hatten den Nova im Glas.

Nova aus der italienischen Destillerie Puni

Nova aus der italienischen Destillerie Puni

Mit drei Jahren ist er ein ausgesprochen junger Whisky. Er ist gerade alt genug, um sich Malt Whisky nennen zu dürfen. Also, hinein ins Glas und mal gucken, was er so kann.

Frische und fruchtige Aromen steigen in die Nase

Frische und fruchtige Aromen steigen in die Nase

In die Nase steigen sofort frische Noten nach Zitronen und unreifen Birnen. Sehr leicht, sehr fruchtig. Die 43% Vol. sind sehr schön eingebunden. Nach einer Weile gesellt sich Banane hinzu und leicht süßlich etwas Toffee. Am Gaumen finden sich die Zitronen und Bananen wieder, verbunden mit Eichennoten und pfeffriger Würze. Gereift in amerikanischer und europäischer Eiche, kann er sein Alter nicht verbergen, ohne dabei jedoch metallisch zu schmecken. Beim zweiten Schluck kommen dann auch Aromen von Honig und zunehmend trockener Würzigkeit hinzu. Der Abgang ist leicht süßlich und mittellang. Ein gelungener dreijähriger Whisky aus Italien, der Lust auf mehr macht. Zeit für den zweiten Kandidaten:

Der Zweite im Glas: Tenné – Speyside Distillery, Tawny Port Cask

Die Speyside Distillery wurde am Weihnachtstag 1990 wieder in Betrieb genommen und gehört – anders als der Name vermuten lässt – zu den kleinsten Destillerien Schottlands. In zwei Pott Stills werden eher süße und feine Whiskys gebrannt. Carmen hatte den Tenné ausgesucht, einen Single Malt, nicht gefärbt, nicht kühlgefiltert und mit einem sechs monatigem Finish in Tawny Port Fässern. Er ist ein Non Age Statement, kurz NAS -Whisky, d.h. er hat keine Altersangabe.

Dunkel im Glas und und der Flasche: Tenné von Speyside Distillery mit Finish in Twany Port Fässer

Dunkel im Glas und und der Flasche: Tenné von Speyside Distillery mit Finish in Twany Port Fässer

Ab ins Glas mit ihm! In der Nase sofort eine intensive, vanillige Süße mit Noten von, mir fällt nichts besseres ein, Gummibärchen. Ich hatte auch ein wenig „Klebstoff“ in der Nase. Nicht unangenehm, kennt man sonst von Bourbon Whiskeys. Dabei konnte ich fruchtige Noten nach roten Äpfeln erahnen und im Hintergrund immer präsent: der Portwein.

Hubert beim Nosing des Tenné. Schöne dunkle Farbe im Glas

Hubert beim Nosing des Tenné. Schöne dunkle Farbe im Glas

Am Gaumen kann er seine 46% Vol. nicht verbergen und hat einen durchaus kräftigen Antritt mit einer leichten Schärfe. Allzu viele Jahre im Fass hat er sicherlich nicht erlebt. Die Süße findet sich wieder und auch die Gummibärchen, vorzugsweise die Roten. Ja, rote Gummifrüchte habe ich am Gaumen. Auf der anderen Seite eine nicht unangenehme Schärfe, verbunden mit einer spürbaren Trockenheit im Abgang. Diplomatisch, wie Giulia es ausdrückt: schmeckt interessant. Auf zum Dritten und letzten in diesem Tasting.

Der Dritte im Glas: Old Perth Peaty, Morrison & MacKay Whisky Merchants

Der Dritte im Bunde ist kein Single Malt, sondern ein Blended Malt Whisky, was bedeutet, dass Whiskys aus unterschiedlichen Destillerien zu einem Whisky vermischt – also blended – werden. Das sagt nicht zwingend etwas über die Qualität des Whiskys aus. Es ist vielmehr eine Kunst, die richtigen Fässer aus verschiedenen Jahrgängen und Destillerien so miteinander zu blenden, dass am Ende ein guter und charaktervoller Whisky dabei herauskommt. Bei Morrison & MacKay handelt es sich also nicht um eine Destillerie, sondern um einen Abfüller von Whisky, der hierfür Fässer von diversen Destillerien erwirbt.

Der Dritte im Bunde, aber der erste rauchige: Old Perth Blended Scotch Whisky

Der Dritte im Bunde, aber der erste rauchige: Old Perth Blended Scotch Whisky

Wir mögen rauchige Whiskys sehr gerne und umso gespannter waren wir, was uns hier erwarten würde. Die Nase wittert direkt den Rauch, der zart an den Geruch von geräuchertem Schinken erinnert. Milde Noten von Zitrus und Limettenschale und die Süße von Honig steigen in die Nase. Leichter als erwartet. Mal schmecken, was er am Gaumen so macht: Auch hier direkt ein leichter, aber durchaus würziger Rauch, süßlich. Er erinnert ein wenig an Fruchtkuchen. Nicht wirklich komplex, keine Ecken oder Kanten, aber durchaus lecker. Ein einfacher und guter Daily Dram!

Das war ein sehr gelungener Abschluss. Nicht nur vom Tasting, sondern auch vom 9. Barcamp Ruhr – es war unsere letzte Session am Sonntag. Vielen Dank an die Runde und an Carmen für das Aussuchen und Mitbringen der feinen Tröpfchen! Sehr gelungen und spannend. Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: #betreutesTrinken! :-)

Slàinte mhath!

Carmen zu Beginn der Session mit ein paar einführenden Erklärungen für Whisky-Anfänger

Carmen zu Beginn der Session mit ein paar einführenden Erklärungen für Whisky-Anfänger

P.S.
Ohne die Sponsoren wäre so ein Barcamp nicht möglich. Ganz lieben Dank an die Sponsoren des 9. Barcamp Ruhr, als da wären:


communicode


GLS Bank


RWE


dotRuhr


Rheinschafe


9elements


Global Village3


netzkommune


IOM


Lokalkompass


agile ruhr


KreativeKommunikationsKonzepte


Brandwatch

2 Kommentare

  1. Schöner Beitrag, der auch etwas Licht in das Dunkle der Destillen oder Abfüller bringt. Vielleicht sollten wir das nächste Mal die Session zusammen machen, Ihr zwei ;-) Danke nochmals für das Mitbringen der Nosing Gläser. War doch alles recht spontan diesmal mit der Session. Normalerweise mache ich die ja eher am Samstag, aber da ich dieses Jahr nur Sonntag Zeit hatte…nun ja. Trinkt weiter betreut und nehmt Euch Zeit für Genuss, das meint alle Leser hier! Cheers!

    • Danke Carmen. Die Session hat wieder großen Spaß gemacht. Ja, das können wir gerne machen. Und genau: Genuss – nicht Wirkungstrinken! :-)

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