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Whisky Tasting beim #bcruhr8

Whisky Tasting

Vier Whiskys gab es im Rahmen der Whisky Tasting Session beim Barcamp Ruhr 8 ins Glas. Betreutes Trinken hat bei Barcamps mittlerweile Tradition.

Zwei Tage lang trafen sich am 21. und 22. März 2015  rund 200 Menschenbeim Barcamp Ruhr 8 im Essener Unperfekthaus, um Wissen miteinander zu teilen. Unter dem Motto: „Think Global – Act Local“ gab es eine spannende und bunte Mischung an Sessions mit vielen sympathischen und interessanten Menschen.

Tradition ist mittlerweile die Session „Betreutes Trinken – Whisky Tasting“ von Carmen Hillebrand und Mike Schnoor. Drei Single Malts und einen Bourbon hatten die Beiden im Gepäck und haben diese sehr unterhaltsam vorgestellt. Carmen verantwortet bei der Metro Cash & Carry den Bereich Social Media, hat also auch beruflich mit Grundnahrungsmitteln zu tun. Mike ist Kommunikationsberater und nebenberuflich Whiskyliebhaber. Da Giulia und ich ebenfalls sehr gerne mal einen guten Whisky genießen, stand die Session bei uns natürlich (wieder) auf dem Programm.

Der Erste im Glas: Bruichladdich The Classic Laddie, Islay Single Malt

Von Bruichladdich hatte ich bis dato nur The Laddie Ten im Glas und der schmeckt mir schon ausgesprochen gut.

The Classic Laddie von Bruichladdich

The Classic Laddie von Bruichladdich

The Classic Laddie – ein Knaller! Geschmacksexplosion im Mund, alle Speicheldrüsen auf an! Aber von vorn. In der Nase überwiegen süßliche Noten nach karamellisierten Früchten und frischer Wiese. Im Gaumen dann eine malzig-süßes Feuerwerk nach Eiche und Gerste. Der volle und sehr runde Geschmack hält, nachdem der letzte Schluck die Kehle passiert hat, lange an. Für mich ein sehr ausgewogener Whisky. Wer es gerne etwas süßlich, nicht rauchig und eher milder mag, liegt beim Classic Laddie von Bruichladdich goldrichtig. Bemerkenswert an der Destillerie Bruichladdich finde ich noch, dass sie ausschließlich mit dem original erhaltenen viktorianischen Inventar destilliert und vor Ort abfüllt. Der Classic Laddie ist nicht kühl-gefiltert und enthält keine Farbstoffe.

Der zweite Single Malt: Glendronach 12 Years, Highland Single Malt

Glendronach kannte ich noch gar nicht. Um so gespannter war ich, was Carmen und Mike da ausgesucht hatten. Schon beim Einschenken steigt einem direkt die ausgeprägte süße Sherry Note in die Nase.

Der Zweite im Glas: Glendronach 12 Years

Der Zweite im Glas: Glendronach 12 Years

Auf der Zunge dominieren zunächst Sherry und Eiche, unmittelbar gefolgt von sehr komplexen fruchtigen und würzigen Aromen. Er ist kräftig und voll am Gaumen, dabei aber immer noch angenehm weich. Der Abgang ist lang und trocken.  Ausgebaut wird der Glendronach in alten Pedro Ximinez und Oloroso Sherry Fässern aus europäischer Eiche, was auch die fruchtig-süße Sherry Note erklärt. Sehr runder und guter Whisky, der es allerdings nicht auf meine Favoriten Liste schafft. Heißt aber nichts, denn Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

Zur Halbzeit ein paar Bilder vom Whisky Tasting in geselliger Runde

 

Der Dritte, ein Kentucky Straight Bourbon: Makers Mark

Ein Bourbon Klassiker an der Bar für Drinks. Kann man pur trinken, muss man aber nicht. Damit ist an sich alles gesagt. Ab und an habe ich gerne mal einen Bourbon im Glas, der Maker’s Mark gehört allerdings nicht dazu. Er eignet sich hervorragend für einen Old Fashioned oder Whisky Sour und ist dafür einer meiner Favoriten.

Klassiker an der Bar: Maker's Mark Kentucky Straight Bourbon

Klassiker an der Bar: Maker’s Mark Kentucky Straight Bourbon

Pur, kurz überlegen, nein. In der Nase starke Vanille und auch Karamellnoten und – für Bourbon nicht unüblich – etwas Klebstoffgeruch. Auf der Zunge sehr kräftig und für meinen Geschmack etwas (zu) spritig. Wer sich den Bourbons einmal nähern möchte, dem empfehle ich einen Woodford Reserve oder den Baker’s 107 Proof.

Der Vierte im Bunde: Lagavulin 16 Years, Islay Single Malt

Wer es gerne rauchig und torfig mag, der kommt am Lagavulin 16 Years nicht vorbei. Schon bei der ersten Nase steigt einem der intensive Geruch nach Rauch und Torf in die Nase. Vermischt mit einer Brise Meer nach Salz und Seeluft. Großartig!

Toller Islay Single Malt: Lagavulin 16 Years

Toller Islay Single Malt: Lagavulin 16 Years

Die zweite Nase offenbart süßliche Noten, als interessanten Gegenpol zu dem immer noch stark ausgeprägten Torfrauch. Im Mund dann: Bäm! Intensiver rauchiger Geschmack füllt den Gaumen aus, begleitet von einer deutlichen Süße. Auch hier: alle Speicheldrüsen auf an! Eichennoten kommen durch und runden den Geschmack ab. Laaanger Abgang mit dem Geschmack nach mehr und Meer! Einer der bekanntesten und beliebtesten Islay Single Malts und überhaupt schottischer Single Malts.

Fazit

Carmen und Mike haben mal wieder tolle Whiskys vorgestellt und eine super Session gestaltet. Es macht Spaß den Beiden zuzuhören, wenn sie von ihren Destilleriebesuchen berichten und ihr Whisky-Wissen mit uns teilen.

Carmen und Mike

Carmen und Mike

Vielen Dank euch Beiden! Danke auch an die ganze Truppe. Wie ihr auf den Fotos sehen könnt haben wir viel gelacht, geklönt und gefachsimpelt. Das Whisky Tasting hat großen Spaß gemacht!
Unter Tanz auf der Tomate betreibt Carmen ein lesenswertes Foodblog und häufig geht es um ihre zweite große, flüssige Leidenschaft: dem Craft Beer.

Zu guter Letzt

Vielen Dank an die Sponsoren des Barcamps Ruhr, ohne die so eine Veranstaltung nicht möglich wäre. Als da wären:
Dot Ruhr
REWE digital
sipgate.io
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Erdfisch
Agile Ruhr
Sparhandy
Rheinschafe
Invision
Kreative Kommunikationskonzepte
9 Elements
achtung! lab

4 Kommentare

  1. Rabea sagt

    Hallo ihr Lieben!
    Danke für den wunderbaren Tipp zum „1866“ – wir haben ihn vorher getestet und sind begeistert :-) !! Er findet einen festen Platz in unserer Trinkgalerie ;-). Habt ein tolles WE und bis bald,
    Oli & Rabea

    • Hallo ihr Zwei,
      puh, das freut uns sehr! :-) Der „1866“ ist auch einer unserer Lieblingsbrandys.
      Dann steht wohl als nächstes ein Whisky Tasting auf dem Programm!? ;-)
      Euch auch ein tolles Wochenende und bis bald,
      Giulia & Markus

  2. Hallo Markus,

    schöner Artikel, auch wenn ich mich über die Torfigkeit im Glendronach wundere. Hatte ich bisher noch nicht gerochen oder geschmeckt. Aber zum Glück sind ja die Geschmacksknospen und Erinnerungen von jedem Menschen anders. Ich verspreche hiermit, dass wir die Tradition weiter führen. Auch wenn das nächste Mal z.B. Gin eine große Rolle spielen könnte.

    In diesem Sinne: Slàinte mhath!

    Carmen

    • Hi Carmen,

      danke, das freut mich. Ups, mit dem Glendronach hast du völlig Recht. Da sind mir die Tastingnotes beim Schreiben durcheinander gekommen und ich habe auf die vom Lagavulin geschaut. Danke für den Hinweis – ist korrigiert.
      Schön zu lesen, dass es weitere Tastings geben wird! :)

      Bis zum nächsten Mal, cheers!

      Markus

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